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„Wir sollten auch die kleinsten Erfolge feiern“

Janelle Monáe ist eine Ausnahmeerscheinung in Musik, Film und TV – und macht sich für Gleichstellung und soziale Gerechtigkeit stark. Ein Gespräch über Kunst und die vielen Gesichter des Fortschritts

28.06.2021 Text: AUDI AG - Foto: Matthew Jones, Derrel Todd - Film: Alex Feil Lesezeit: 5 min

Close-up von Janelle Monáe hinter dem Audi RS e-tron GT
Beide erzählen vom Fortschritt: Janelle Monáe und der neue Audi RS e-tron GT.

Audi RS e-tron GT: Stromverbrauch kombiniert*: 20,2–19,3 kWh/100km (NEFZ); 22,5–20,6 kWh/100km (WLTP)CO₂-Emissionen kombiniert*: 0 g/km

Audi RS e-tron GT: Stromverbrauch kombiniert*: 20,2–19,3 kWh/100km (NEFZ); 22,5–20,6 kWh/100km (WLTP)CO₂-Emissionen kombiniert*: 0 g/km

Frau Monáe, Sie sind als Künstlerin sehr vielseitig und in ganz unterschiedlichen Formaten aktiv. In Ihrer Kunst erschaffen Sie immer wieder faszinierende Welten. Was inspiriert Sie?

Seit ich denken kann, lasse ich meine Fantasie spielen. Ich bin fest davon überzeugt, dass man mit Ideen die Welt verändern kann. Was aus der Vorstellungskraft eines anderen Menschen entsteht, kann die eigene Sicht auf das Leben beeinflussen und buchstäblich die Zukunft verändern. Entscheidend ist, wie ein Künstler seine Fantasie nutzt. Dieses Bewusstsein und die tiefe Überzeugung, dass man mit seinen Ideen ein ganzes Land oder sogar die ganze Welt inspirieren kann – das ist mein Nährboden, um Welten zu erschaffen und faszinierende Geschichten zu erzählen.

 

Woher nehmen Sie diese starken Geschichten?

Ich habe kein Universalrezept, sondern gehe jedes Mal anders vor. Manchmal kommt mir die Idee für einen Song buchstäblich im Traum, und wenn ich dann aufwache, gehe ich einfach in mein Studio und nehme ihn auf. Beim Thema Mode liegt mein Fokus immer wieder auf der Arbeiterklasse, denn da kommen auch meine Eltern her. Wenn ich für Film und Fernsehen schreibe, stehen oftmals Geschichten aus dem echten Leben Pate. In jedem Fall aber versuche ich, Welten mit authentischen Charakteren und Atmosphäre zu erschaffen.

Wie behalten Sie im Verlauf eines Projektes die Kontrolle über Ihre Vision?

Kontrolle möchte ich vor allem darüber haben, dass meine Ideen am Ende nach meiner Vorstellung realisiert werden. Ein gutes Team um mich zu haben, das mich in meinem Sinne bei der Umsetzung meiner Vision unterstützt, ist dabei das A und O. Es kann schon einmal vorkommen, dass ich etwas auf eine bestimmte Art machen oder haben möchte und nicht alle das sofort verstehen. Aber zum Glück vertraut mein Team darauf, dass ich die Dinge aus gutem Grund so und nicht anders angehe.

 

Sehen Sie Ihren persönlichen Stil im erweiterten Sinn als Teil Ihrer Kunst?

Stil ist mir enorm wichtig. Darüber definiere ich mich, denn Mode kommt und geht, Trends kommen und gehen. Stil ist für mich eine Art innere Haltung. Darüber drücke ich aus, an welchem Punkt im Leben ich gerade stehe. Alles in allem würde ich meinen Stil als ziemlich zeitlos und minimalistisch beschreiben. Ich fühle mich richtig unwohl, wenn ich einmal nicht Schwarz und Weiß oder Grau trage – was ja auch nur eine Kombination aus Schwarz und Weiß ist.

Kleine Erfolge bedeuten Fortschritt.“

Janelle Monáe

Erzählen Sie uns etwas über Ihre aktuellen Herzensprojekte.

Im Augenblick jongliere ich mit ein paar Projekten, die ich mit viel Herzblut weiter vorantreiben möchte. Mit meinem Label Wondaland Records nehmen wir neue Künstler unter Vertrag, um deren Musik, Träumen, Visionen und Ideen eine breitere Bühne zu geben. Daneben habe ich die TV- und Filmgesellschaft Wondaland Pictures. Dort entwickeln wir derzeit einige Fernsehshows und Filme, über die ich aber leider noch nicht mehr verraten kann. Großartig finde ich jedenfalls, dass immer neue Geschichtenerzähler mit einem radikaleren, rebellischen Ansatz zu uns stoßen, die mit ihrer einzigartigen Sichtweise neue Anstöße geben wollen. Und dann ist da natürlich noch „Fem the Future“.

 

Eine Organisation, die junge Frauen und Mädchen in finanzschwachen, nicht-weißen Gemeinden unterstützt.

„Fem the Future“ ist ein weiteres Projekt von mir, das mir sehr am Herzen liegt. Es gibt unterdurchschnittlich wenige Frauen – besonders schwarze Frauen – in MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) sowie in den Bereichen Tontechnik, Musik, Film und Fernsehen. Das möchte „Fem the Future“ ändern. Die Organisation gibt jungen Frauen und Mädchen die Mittel an die Hand, die für ihre berufliche Entfaltung notwendig sind.

Janelle Monáe in einem Apartment mit Aussicht
Zimmer mit Aussicht für eine Künstlerin mit Vision: Die Vorstellungskraft eines anderen Menschen kann die eigene Sicht aufs Leben beeinflussen und buchstäblich die Zukunft verändern.

Wie kann jeder Einzelne von uns die Welt voranbringen?

Indem wir alle unseren Teil beitragen. Indem wir uns bewusst machen, dass jeder von uns eine einmalige Bestimmung auf der Welt hat und für andere eine Inspiration sein kann, wenn er diese Bestimmung authentisch auslebt – und sei es, dass er sich nur authentisch durch das Leben bewegt. Es könnte ja sein, dass einen jemand anderes dabei beobachtet und sich dadurch selbst angespornt fühlt. Man sollte sich unbedingt vor Augen halten, dass wir Menschen für unser Überleben wirklich voneinander abhängen. Je mehr wir das beherzigen und im Blick behalten, desto mehr Fortschritt entsteht. Für mich hat Fortschritt viele Gesichter. Manchmal äußert er sich vielleicht nur darin, dass man sich sagt: Heute will ich mal produktiv sein. Ich denke, dass wir auch die kleinsten Erfolge feiern sollten. Kleine Erfolge bedeuten Fortschritt. 

 

Was würden Sie jungen Menschen raten, die ihren eigenen Weg in der Welt finden wollen?

Ich fühle mich ehrlich gesagt nicht kompetent, derlei Ratschläge zu erteilen, da letzten Endes jeder ein anderes Leben lebt. So ähnlich wir uns in manchen Dingen sein mögen, so sehr unterscheiden wir uns doch auch in vielen Details. Einen Standard-Rat für alle kann ich daher nicht geben. Wichtig finde ich tatsächlich nur, dass jeder Mensch möglichst authentisch durchs Leben geht. Traut euch, zu leben. Traut euch, Fehler zu machen, euch weiterzuentwickeln und alte Verhaltensmuster zu hinterfragen, die vielleicht nicht mehr zu euch passen. Und noch wichtiger: Lebt im Moment. Im Hier und Jetzt zu leben ist aus meiner Sicht ein Schlüssel zum Glück. Wenn man sich wegen der Zukunft sorgt oder sich an die Vergangenheit klammert, bringt man sich um seine wohlverdiente Lebensfreude. 

Durch meinen Stil drücke ich aus, an welchem Punkt im Leben ich gerade stehe.“

Janelle Monáe

Audi RS e-tron GT: Stromverbrauch kombiniert*: 20,2–19,3 kWh/100km (NEFZ); 22,5–20,6 kWh/100km (WLTP)CO₂-Emissionen kombiniert*: 0 g/km

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