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„Es geht darum, Menschen zusammenzubringen“

Er zählt zu den Großen der Zunft: Schauspieler Regé-Jean Page über wertvolle Perspektivwechsel, Fortschritt und seine offene Haltung der Zukunft gegenüber.

05.06.2021 Text: AUDI AG - Foto: Chloe Pemberton Lesezeit: 4 min

Herr Page, nicht nur wegen Ihres Berufs kommen Sie viel herum, blicken immer wieder aus unterschiedliche Blickwinkeln auf die Welt. Welche Erkenntnisse hat Ihnen das gebracht?

Ich habe gelernt, dass sich die Menschen im Grunde überall recht ähnlich sind – obwohl sie oft meinen, sie würden in unterschiedlichen Welten leben. Im Kern streben alle nach denselben Dingen: Sicherheit, Liebe, Hilfsbereitschaft und ein möglichst angenehmes Leben für sich und die Menschen um sie herum.

 

Anders gefragt: Welche Lehren haben Sie für Ihr Leben daraus gezogen?

Wohin man auch geht, die grundlegenden Dinge sind überall gleich. Und das ist eine wertvolle Erkenntnis. Die Menschen haben vielleicht unterschiedliche Blickwinkel, aber im Endeffekt sehen wir alle unterschiedliche Puzzlestücke der einen, gleichen Welt. Je mehr man sich austauscht, desto vollständiger wird daher das Bild.

 

Also ist Kommunikation das Wichtigste?

Also ist Kommunikation das Wichtigste? Je mehr wir eine gemeinsame Sprache sprechen, je mehr wir uns über Kultur und Erfahrungen austauschen, desto eher begreifen wir, wie widersinnig es ist, Menschen mit den eigentlich gleichen Erfahrungen unterschiedlich zu behandeln. Je mehr wir miteinander sprechen, desto stärker erkennen wir uns im Anderen wieder. Das bringt uns einer Art von globalen Gemeinschaft näher – und über das Internet kommunizieren wir ja inzwischen weltumspannend.

Welche Aufgabe fällt heutzutage Künstlern in dieser Hinsicht zu?

Aus meiner Sicht geht es darum, Menschen zusammenzubringen. Die Aufgabe des Künstlers besteht immer darin, Informationen zu entschlüsseln und mit kreativen Mitteln verschiedene Perspektiven zu einem allgemein gültigeren Bild neu zu kombinieren. Allerdings gibt es viele Wahrheiten darüber, wie die Welt ist. Darum muss ein Künstler Wahrheit in Emotionen übersetzen. Denn die nüchternen Fakten sind nur ein Teil des Ganzen. Wie man sie erlebt, ist ebenfalls wichtig.

 

Ihr Lebensmotto haben Sie einmal so zusammengefasst: „Meine Freiheit, die Arme zu schwingen, endet dort, wo das Gesicht des anderen beginnt.“ Was meinen Sie: Stehen wir eher zu nah beieinander oder zu weit auseinander?

Beides trifft ein Stück weit zu. Es gibt kaum mehr einen Ort auf der Welt, an dem unser Handeln nicht auch andere betrifft. Vielleicht ist uns diese Nähe nicht immer bewusst genug. Wir halten uns gern für autark. Dabei hat das, was wir tun, enorme Auswirkungen auf andere. Dafür ein Bewusstsein zu bewahren, kann zunehmend schwierig sein. Wir müssen uns das aber immer wieder vor Augen halten.

Wenn man nicht genau weiß, was man sich wünscht, bleibt man ehrlich und aufmerksam.

Regé-Jean Page

Als Schauspieler können Sie Ihre Gefühle in Ihre Arbeit einfließen lassen, aber auch ein stärkeres Bewusstsein für solche Probleme schaffen.

Einer meiner Lehrer in der Schauspielschule hat mich nach jeder einzelnen Szene gefragt: „Welche Erkenntnis hat dir das gebracht?“ Manchmal ist nicht das stärkere Bewusstsein für die Existenz eines Problems der entscheidende Punkt, sondern dass man es besser verstanden hat. Ein Problem nur zu kennen ist für sich genommen nicht viel wert. Man muss begreifen, wie man damit umgeht, wie man es anpacken kann.

Sie haben einmal gesagt, dass Sie sich von Ihrer Zukunft vor allem „Unerwartetes“ erhoffen. Worauf freuen Sie sich besonders, was soll Sie überraschen?

Wenn ich das wüsste, wäre es ja keine Überraschung mehr! Wenn man nicht genau weiß, was man sich wünscht, bleibt man gewissermaßen ehrlich, man bleibt aufmerksam. Man sollte unbedingt versuchen, immer wieder dazulernen zu wollen. Nur so kann man immer wieder positive Entdeckungen machen. Andernfalls tritt man auf der Stelle. Die Überraschung als solche ist das, was zählt.

 

Aus Ihrer Sicht dient einem Schauspieler praktisch alles als Antrieb. Was treibt Sie besonders an?

Wenn Menschen, nachdem sie etwas gesehen haben, das man selbst in die Welt gesetzt hat, sich mit ihren eigenen Erfahrungen weniger allein fühlen. Das gibt einem enorm viel und ist wahrscheinlich der Aspekt, der mich am meisten anspornt. Genau danach strebe ich: Menschen immer wieder dieses Gefühl zu geben.

 

Auch da geht es wieder um gemeinsame Erfahrung.

So ist es. Wenn ein völlig Fremder zu mir sagt: „Daraus konnte ich wirklich etwas für mich ziehen – danke, dass du eine Facette deiner Welt mit mir geteilt hast“; wenn man so Gemeinschaft erzeugen kann, ist das für mich ein starker Antrieb.

Je mehr man sich austauscht, desto vollständiger wird das Bild.

Regé-Jean Page

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