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Mehr als eine Mode: Nachhaltig aus Prinzip

Die britische Modedesignerin Stella McCartney hat bei der Weltpremiere des Audi e-tron GT quattro und Audi RS e-tron GT eine aktive Rolle gespielt – und setzt schon lange auf Nachhaltigkeit. Ein Besuch in ihrem Atelier.

17.09.2021 Text: Angus Frazer – Foto: Jules Esick – Film: Nadia Hallgren Lesezeit: 6 min

Audi e-tron GT quattro: Stromverbrauch kombiniert*: 19,6–18,8 kWh/100km (NEFZ); 21,8–19,9 kWh/100km (WLTP)CO₂-Emissionen kombiniert*: 0 g/km

Audi RS e-tron GT: Stromverbrauch kombiniert*: 20,2–19,3 kWh/100km (NEFZ); 22,5–20,6 kWh/100km (WLTP)CO₂-Emissionen kombiniert*: 0 g/km

Audi e-tron GT quattro: Stromverbrauch kombiniert*: 19,6–18,8 kWh/100km (NEFZ); 21,8–19,9 kWh/100km (WLTP)CO₂-Emissionen kombiniert*: 0 g/km

Audi RS e-tron GT: Stromverbrauch kombiniert*: 20,2–19,3 kWh/100km (NEFZ); 22,5–20,6 kWh/100km (WLTP)CO₂-Emissionen kombiniert*: 0 g/km

Stella McCartney

Stella McCartneys Londoner Studio ist eine wahre Fundgrube für schöne Dinge. Überall sind prächtige Stoffe, atemberaubende Kleider, traumhafte Sneakers, glamouröse Accessoires und Must-have-Handtaschen. Selbst in Zeiten von Desinfektionssprays und permanentem Händewaschen traut man sich kaum, etwas anzufassen, damit auch nicht der allerkleinste Makel diese Herrlichkeit trübt.

 

McCartney selbst kennt solche Hemmungen freilich nicht. Sie stürzt sich mitten hinein, um noch minimale Korrekturen an Kleid, Handtasche und Frisur von Model Dahan vorzunehmen, die gerade vor der Kamera steht. Auch während des Fotoshootings vergewissert sie sich immer wieder, dass Dahan sich wohlfühlt. Verbringt man etwas Zeit mit McCartney, merkt man schnell, wie tatkräftig sie in dem Modehaus, das ihren Namen trägt, bei allen Aufgaben mit anpackt. Und zwar nicht nur, wenn es darum geht, dass ihre Herbst-/Winter-Kollektion 2021 pünktlich fertig wird. Sie ist bei sämtlichen Abläufen voll im Thema und stellt sicher, dass die beiden Eckpfeiler ihres Lebens und ihres Unternehmens stabil stehen: Kreativität und Nachhaltigkeit. Mit diesen Werten aufgewachsen zu sein, empfindet sie selbst als großes Glück. Sie waren von zentraler Bedeutung für ihre weltberühmten Eltern, die Fotografin und Tierschützerin Linda sowie Musiker Sir Paul McCartney.

Nachhaltigkeit ist unverzichtbar, um junge Kreative für ein Unternehmen zu gewinnen.“

Stella McCartney

„Ich hatte das große Glück, in einer Familie mit ausgeprägtem Bewusstsein dafür aufzuwachsen“, erinnert sie sich. „Wir waren oft unterwegs und Kreativität war omnipräsent. Ich bin als Vegetarierin auf einem Biobauernhof groß geworden. Meine Eltern haben sich für die Natur entschieden und wollten die Welt mit anderen Augen sehen – zu einer Zeit, als das noch überhaupt nicht angesagt war.“ So lebte die Familie einerseits zweifellos sehr privilegiert, andererseits teilten in den 1970er-Jahren noch nicht viele Menschen ihr Nachhaltigkeitscredo. „Als Kind war mir das manchmal peinlich“, gibt sie zu. „Die Leute haben sich über mich lustig gemacht oder sehr aggressiv, ärgerlich und defensiv reagiert.“ Doch diese Erfahrung hat sie offenbar in ihrer Haltung bestärkt. Als sie schließlich Designerin wurde, war sie fest entschlossen, an diesen Werten festzuhalten, obwohl Nachhaltigkeit in der Branche damals noch ein völlig unbekanntes Konzept war. „Mir war von Anfang an klar, dass ich meine Werte nicht verraten konnte. Dass ich Ledertaschen und Lederschuhe mache oder Pelzmäntel trage, kam einfach nicht infrage“, so McCartney. „Das wäre komplett gegen meine Überzeugungen gewesen. Und ich hatte das Glück, dass ich meine Werte dank meiner privilegierten Stellung nicht aufgeben musste.“

Stella McCartneys Hände befühlen die Struktur eines Stoffs.
Als Stella McCartney ihr Luxusmodehaus 2001 ins Leben rief, war die Beschaffung von nachhaltig produzierten Materialien fast ein Ding der Unmöglichkeit. In jahrelanger enger Zusammenarbeit mit Lieferanten wurde dann eine Reihe von Lösungen entwickelt.

Doch Glück, ein starker Glaube an sich selbst und der Wunsch, den Planeten für kommende Generationen zu bewahren, reichen allein nicht aus. Es brauchte viel harte Arbeit, eine fast akribische Detailversessenheit und den inneren Drang, alternative Lösungen zu entwickeln, um sich mit Nachhaltigkeit in der Modebranche zu behaupten. Aus McCartneys Erzählung wird deutlich, dass sie diese Werte auch heute noch für genauso wichtig hält, um am Ball zu bleiben und weiteren Fortschritt zu ermöglichen. „Das Unternehmen besteht seit 2001. Damals sprach noch niemand von ‘Nachhaltigkeit’, schon gar nicht in der Modebranche. Erst mit der Zeit hat man uns ernst genommen. Anfangs haben mich die Leute in Interviews immer nur zu meinem Vater und seiner Musik befragt. Aber da hat ein Wandel stattgefunden, inzwischen geht es in den Gesprächen sehr viel um Nachhaltigkeit.“ Um an den Punkt zu gelangen, an dem eine kompromisslos nachhaltige Herstellung von Luxusmodeartikeln möglich war, agierte McCartney nach dem Motto „Wo kein Weg ist, muss man sich einen bahnen“. Die große Schwierigkeit lag darin, nachhaltige Materialien für ihre Arbeit zu finden – es gab schlicht und ergreifend keine, und es schien auch niemand welche herstellen zu wollen.

Um Nachhaltigkeit realisieren zu können, muss man jederzeit alles im Blick haben.“

Stella McCartney

Stella McCartney

An der Londoner Central Saint Martins University of the Arts legte Stella McCartney 1995 ihren Abschluss in Modedesign ab. Mit immer neuen, optimierten und nachhaltigen Praktiken und Materialien will sie zu einer besseren Welt für alle Menschen beitragen. Ihr lebenslanger Einsatz für richtungsweisenden Fortschritt und ihr genauer Blick für kleinste Details machen sie zur Idealbesetzung für eine Zusammenarbeit mit Audi. McCartney war an der Präsentation des Audi e-tron GT quattro und Audi RS e-tron GT – erhältlich mit lederfreier Innenausstattung – aktiv beteiligt und freute sich über die Chance, ihre Message „Today for Tomorrow“ mit einem neuen Publikum zu teilen.

Audi e-tron GT quattro: Stromverbrauch kombiniert*: 19,6–18,8 kWh/100km (NEFZ); 21,8–19,9 kWh/100km (WLTP)CO₂-Emissionen kombiniert*: 0 g/km

Audi RS e-tron GT: Stromverbrauch kombiniert*: 20,2–19,3 kWh/100km (NEFZ); 22,5–20,6 kWh/100km (WLTP)CO₂-Emissionen kombiniert*: 0 g/km

Audi e-tron GT quattro: Stromverbrauch kombiniert*: 19,6–18,8 kWh/100km (NEFZ); 21,8–19,9 kWh/100km (WLTP)CO₂-Emissionen kombiniert*: 0 g/km

Audi RS e-tron GT: Stromverbrauch kombiniert*: 20,2–19,3 kWh/100km (NEFZ); 22,5–20,6 kWh/100km (WLTP)CO₂-Emissionen kombiniert*: 0 g/km

„Wir fragten uns irgendwann, wie sich Biobaumwolle in Kleidung machen würde. Also nahmen wir eine Faser oder ein Garn mit zu einem der besten Stofflieferanten Italiens und fragten, ob man für uns dasselbe Produkt, aber aus diesem Biogarn herstellen könnte. Wir stießen auf eine Menge Widerstand. Damit würden wir verlangen, dass sie die stolze Tradition ihrer Weberei verraten, hieß es zum Beispiel. Wir mussten wirklich hartnäckig sein, sonst hätten wir gar kein Arbeitsmaterial gehabt. Heutzutage ist das Angebot zum Glück viel größer.“

 

Beeindruckend an den künstlichen Ersatzmaterialien für Leder und Pelz ist ihre Qualität. Würde man den Kunden nicht sagen, dass sie nicht echt sind, kämen sie nie darauf. „Unser Fortschrittsstreben hört niemals auf, denn es ist noch immer nicht einfach, für jede Lösung das Passende zu finden. Ich habe Jahre gebraucht, um meine Kunstleder so hinzubekommen, dass sie als Mantelmaterial richtig fallen. Zuvor konnte ich damit immer nur Schuhe oder Taschen herstellen. Im größeren Stil einsetzen konnte ich sie nicht.“ Zum Glück haben sich die Hersteller der Herausforderung gestellt – mit dem Angebot wächst auch die Nachfrage. McCartney spricht begeistert über einige der bemerkenswerten Unternehmen, mit denen sie zusammenarbeiten durfte. So hat sie unter anderem mit verschiedenen Partnern Lösungen wie tierfreundliche Pelzalternativen entwickelt.

Eine Auswahl an Schuhen, Taschen und Kleidungsstücken.
Eine strenge Überwachung der Lieferkette und der Forst- und Landwirtschaft sind wesentliche Voraussetzungen für nachhaltige Luxusmodeartikel, die neben dem Kaufwunsch auch Vertrauen bei den Kunden auslösen.

Ist die Aufgabe rund 20 Jahre nach der Gründung ihres Unternehmens für nachhaltige Luxusmode also im Grunde erledigt? Nicht im Entferntesten, sagt McCartney. „Um Nachhaltigkeit realisieren zu können, muss man ständig alles im Blick haben. Die Dinge ändern sich ohne Unterlass und es gibt immer neue Herausforderungen. So vieles kann schief gehen! Man ist von der Natur abhängig. Was, wenn es in dem Teil der Welt, aus dem man seine Biobaumwolle bezieht, unaufhörlich regnet? Was, wenn Insekten die Ernte vernichten, weil man keine Pestizide einsetzen kann? Was, wenn die Lieferanten die Nährstoffvorräte im Boden nicht wieder auffüllen? Man muss alles kontrollieren.“ Den Fortschritt federführend voranzutreiben ist nichts für schwache Nerven. McCartney glaubt jedoch, dass jede Branche sich der Herausforderung einer nachhaltigen Produktion stellen muss – und nicht nur dem Planeten zuliebe, sondern auch im ureigenen Interesse.

 

„Nachhaltigkeit ist unverzichtbar, um junge Kreative für ein Unternehmen zu gewinnen – ob man nun Kleider entwirft oder wie Audi zunehmend Elektrofahrzeuge baut. Es ist ihre Zukunft und da gehen sie keine Kompromisse ein. Was ja auch gut so ist“, fasst sie zusammen. „Für mich gibt es wirklich nichts Spannenderes. Wenn man Kreativität und Nachhaltigkeit zusammenbringen kann, hat man doch schon gewonnen.“

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